Die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Feste werden gefeiert, wie sie fallen und Weihnachten fällt immer zur gleichen Zeit, den einen leicht, denen anderen gegen den Kopf.

Und jedes Jahr erklingt irgendwo, nicht selten beim zweiten Glühwein innerhalb der sich weiterschiebenden und fortreißenden Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt, eine Diskussion darüber, was diese Zeit denn eigentlich zu bedeuten hat, was diese Zeit so besonders macht, und warum sie es eigentlich nicht ist, doch ist, sie es nie war und schon immer war, und jedenfalls zu was sie spätestens in diesem Jahr endgültig geworden ist.

Weihnachten_fair_header1Für alle ist Weihnachten Genuss und Zumutung zugleich, in dem sich Jahr für Jahr die ganze Oberflächlichkeit des sozialen Verkehrs Bahn bricht, wie der Soziologe Georg Simmel es ein wenig mürrisch formulieren würde. Egal wie sich jemand drehen möchte, im glitzernden Schein des Weihnachtsbaumes, oder im Flugzeug auf die Kap Verden, am Ende dient das Weihnachtsfest noch fast jeder Person als kulturell-ritueller Bezugsrahmen, und sei es eben auch für die offene Flucht daraus.

Es ist ganz einfach: Weihnachten ist das Fest der Vielen, es wird von Vielen gefeiert und erlangt nur deshalb seine Bedeutung, weil es von vielen aufgrund seiner Ritualität und Tradition angenommen wird, es aber eigentlich dazu keinerlei Regeln gibt, wie es zu begehen ist. Welche Gründe auch uns dazu bewegen, wichtig ist nur, dass wir alle an unseren Weihnachten teilhaben können, wenn wir denn wollen und zwar gänzlich mit unserer jeweils ganz eigenen Motivationen.

Fairmondo arbeitet hartnäckig daran, dass das Internet ein Raum ist, in dem die Vielen zusammenkommen und unterschiedliche Bedürfnisse gelebt werden könne, dass es eine faire Alternative zu den Marktriesen im Online-Handel gibt, die auf dem Marktplatz und in der Genossenschaft von den Vielen mit unterschiedlichen Ideen und Bedürfnissen mitgetragen und mitgestaltet wird. Denn auch im Online-Handel gilt, das es eigentlich keine festen Regeln gibt, und wir nur alle nach unseren eigenen Vorstellungen daran teilhaben wollen.

Das ist die Fairmondo-Vorstellung von Online-Handel und ist keine leichte Aufgabe, doch blickt Fairmondo optimistisch und voller Motivation auf die kommende Zeit und feiert Weihnachten nach eigenem Gusto mit vielen neuen Ideen auf unserem Marktplatz.

Banner_KalenderDamit Weihnachten mehr ist als Flittergold an der Oberfläche, fördert Fairmondo faire Produkte mit einer Mitmach-Aktion für die Adventszeit: Zahlreiche kleine und nachhaltige Händler*innen haben gemeinsam mit Fairmondo einen Adventskalender mit Geschenken zusammengestellt. Wer sein Türchen öffnet hat mit der Lösung einer kleinen, absolut fair gestellten Aufgabe die Chance auf ein Überraschungsgeschenk.Das kann ein hölzernes Kinderspielzeug sein, eine Kosmetik-Box oder mundgerechte Köstlichkeiten. Der Ecobookstore hat sogar einen E-Book-Reader für den Adventskalender zur Verfügung gestellt.

Fairmondo Das SpielAuch hat sich Fairmondo mit allen seinen Unterstützer*innen zum Jahresende nochmal besonders ins Zeug gelegt und es in einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne auf Startnext möglich gemacht haben, dass die Erfahrungen, die Fairmondo bei der Gründung und Entwicklung als Online-Handelsplatz macht, nun in einem Gesellschaftsspiel nachgespielt werden können. Die Spieler*innen werden in dem Spiel mit den Mechanismen des Online-Handels, Sozialunternehmertum, Genossenschaftswesen 2.0 und den alltäglichen Freuden und Sorgen des Unternehmer*innenalltags konfrontiert. Die Spieler*innen agieren als neue Händler*innen und versuchen gemeinsam gegen den scheinbar unbezwingbaren Marktriesen Marktanteile zu gewinnen, die ihnen jederzeit wieder streitig gemacht werden können. Nur in einem kooperativen Zusammenspiel ist diese Herausforderung zu meistern, die Tendenzen der virtuellen Märkte zu Monopolen zu überwinden und ein Handelsnetz für eine andere Zukunft eines verantwortungsvollen Konsums zu schaffen!

Fairphone-blogbildSeit November ist die Zweite Generation der Fairphones auf dem Fairmondo-Marktplatz erhältlich. Bei dem Fairphone 2 setzt das niederländische Sozialunternehmen konsequent auf eine transparente und nachhaltige Wertschöpfungskette.Vor allem beim verantwortungsvoller Rohstoffabbau, bei der Vermeidung sogenannter Konfliktmineralien und bei der Reduktion von ökologischen und sozialen Auswirkungen schneidet das Fairphone gut ab. Aber auch bestimmte Kriterien wie die Bekämpfung von Elektromüll, die Überprüfung und Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Herstellung, der Multi-Stakeholder-Ansatz bis hin zur Transparenz in der Lieferkette setzt Fairphone neue Maßstäbe. Auch von der Ausstattung ist das Fairphone 2 eine Highend-Variante Der technische Clou am neuen Gerät ist die kategorische Ausrichtung auf Langlebigkeit durch seine Modularität. Auch Laien sollen zentrale Module des Fairphone 2 ganz einfach auswechseln können, damit das Gerät möglichst lange hält. Mindestens fünf Jahre ist das Ziel der Entwickler*innen.

Fairness ist nichts anderes als die individuellen Vorstellungen vom Guten, die von Vielen geteilt und akzeptiert werden, ohne dass sie dieselben sein müssen. Es sollte das Ziel sein, Weihnachten fair zu verbringen. Fairmondo hilft ein wenig dabei.

Autor: Jan Quetting