Termin: Vortrag & Diskussion in Hamburg: Genossenschaft 2.0 - Modell für eine fairere Wirtschaft?

Ort: Social Impact Lab Hamburg, Pastorenstr. 16-18, Hinterhaus, 2. OG
Datum: 21. Mai 2014
Beginn: 19:30 – 21:00
Beschreibung:

Genossenschaft 2.0 – Modell für eine fairere Wirtschaft?

Dauer: 1,5 – 2 Stunden
Sprecher: Felix (Vorstandsmitglied & Entwicklung)
Organisator: Timo Büdenbender (Fairnopoly-Held)
FB-Veranstaltung (bitte verbreitet diesen Link auch bei Euren Freunden): https://www.facebook.com/events/297440260424309/?fref=ts

Mit dem Modell Geno 2.0 soll basierend auf der Rechtsform „eingetragene Genossenschaft“ ein Typ von Unternehmen etabliert werden, der aufgrund seiner Eigenschaften zu einer faireren und nachhaltigeren Wirtschaft beiträgt.

Hinter dem Begriff Geno 2.0 steckt eine Erweiterung der klassischen Genossenschaft durch in der Satzung verankerte Grundprinzipien, die das Unternehmen zu fairem nachhaltigem Agieren verpflichten. Prinzipien wie konsequente Transparenz, demokratische Kontrolle und hohe öko-soziale Standards bei sämtlichen Geschäftsaktivitäten werden so gut wie unverrückbar in die „DNA“ des Unternehmens eingeschrieben. Auch nach Innen verpflichtet sich eine Geno 2.0 zu Fairness: Die Mitarbeiter*innen wählen den Vorstand und das höchste im Unternehmen gezahlte Gehalt darf maximal dreimal so hoch sein wie das niedrigste. Gewinne werden in einer Geno 2.0 nicht an wenige Großinvestoren ausgeschüttet, sondern an möglichst viele beteiligte Menschen.

Nach einer Vorstellung des Modells am Beispiel des Online-Marktplatzes Fairnopoly (www.fairnopoly.de) möchten wir dessen Möglichkeiten und Relevanz diskutieren. Im Laufe der Diskussion sollen auch generelle Fragen aufgeworfen werden: Ist die Rechtsform Genossenschaft hinreichend, oder sind weitere/andere Kriterien notwendig, um Unternehmen zu aktiven Treibern einer nachhaltigen Wirtschaft zu machen? Ist die Rechtsform überhaupt der richtige Ansatzpunkt, um das oftmals enttäuschende Konzept von Unternehmensverantwortung auf feste, demokratisch kontrollierbare Füße zu stellen? Ist das Modell ausreichend skalierbar, um auch auf große bzw. schnell wachsende Wirtschaftsakteuere anwendbar zu sein?

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!