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„Allzu oft gehen wir wie Schlafwandler durch unser Leben. Wir existieren, versäumen es aber, im Alltagstrott noch eine aktive Rolle zu spielen.“

Diese Worte sind der Ausgangspunkt für ein ganz und gar nicht alltägliches Kochbuch. Für Kochen nach Farben haben drei kochbegeisterte Designer*innen zwölf konsequent einfarbige Menüs kreiert, die aus jeweils vier Gängen und passenden Getränken bestehen.

Inspiriert wurden die Autoren von einer Romanfigur: die künstlerische Arbeit von Maria Turner aus Paul Austers Leviathan besteht darin, durch Experimente mit künstlich auferlegten Zwängen ihren Alltag zu bereichern. Was zunächst ein wenig paradox klingt, funktioniert tatsächlich. Durch die strikten Einschränkungen, die für jedes Rezept allein durch die Farbe gegeben ist, entstehen neue Ideen. Wie kocht man eine leckere rote Tomatensauce ohne grüne Kräuter? „Die Rezepte lassen keinen Raum für Beliebigkeit und verlangen peinlich genaue Aufmerksamkeit für Details“, beschreiben die drei Autoren die Herausforderungen eines einfarbigen Gerichts, das Buch „setzt Grenzen, führt aber schließlich zu mehr Kreativität im Alltag“.

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Um zu testen, was hinter den wunderschönen Bildern steckt, haben wir uns an ein paar kleine Gänge aus dem roten Menü gewagt. Unser Fazit: Die Rezepte sind nicht zu kompliziert, aber trotzdem raffiniert. So befindet sich beispielsweise unter dem Bruschetta-Tomatenbelag eine selbst gekochte Balsamicocreme mit Rotwein, Traubensaft und Honig. Sowohl das Ciabatta, als auch die Tartlettes werden selbst gebacken. Obwohl wir nur einen Teil des Menüs zubereitet haben, hat die farbliche Abgestimmtheit zu einer nicht alltäglichen Feierlichkeit geführt. Absolut empfehlenswert für alle, die Lust auf etwas Besonderes haben.

Wer Appetit bekommen hat, findet hier das Buch bei uns auf dem Marktplatz.

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