Die Sonne geht unter im virtuellen Garten, ein weiterer Tag des elektronischen Gärtner-Daseins ist geschafft. Der eigene Garten, den wir virtuell bewirtschaften und pflegen, kennen viele aus Online-Spielen. Diese Gärtner-Spiele werden jetzt zur Wirklichkeit: Mit dem IP-Garten kann jeder seinen eigenen Garten bequem von zu Hause aus über seinen Computer pflegen und erntet dabei am Ende echtes Gemüse.

Den eigenen Garten von zu Hause pflegen

Der eigene IP-Garten hat eine Fläche von 16 m², der in 16 Sektionen unterteilt wird. Für die Saison 2017 sind jeweils 8 m² davon mit drei Kartoffelsorten, Knoblauch, Zwiebeln, Kohl, Blumen und diversen Kräutern bepflanzt. Die anderen 8 m² können individuell bepflanzt werden. Zur Auswahl stehen dabei über vierzig Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten, die alle mit einem Bio-Siegel zertifiziert sind.

An jeden Gartenabschnitt grenzt ein Mast, an dem Kameras und Scheinwerfer befestigt sind, um den Garten von zu Hause aus zu betrachten. Außerdem sind am Mast Bewässerungsdrüsen sowie Vitalsensoren integriert, die dem Nutzer ermöglichen, den Garten zu Bewässern und Live-Infos über die Beschaffenheit des Bodens liefern. 24 Stunden am Tag kann der Garten damit von zu Hause betrachtet werden. Die Gärtner vom IP-Garten erstellen Bestandslisten und informieren über den Zustand der heran gedeihenden Pflanzen. Mit einer stetig wachsenden Wissensdatenbank bietet der IP-Garten die Möglichkeit, seinen grünen Daumen zu verbessern und bestmögliche Ernteerträge zu erhalten.

Für Privatnutzer belaufen sich die jährlichen Kosten auf 395 Euro, also etwa 33 Euro im Monat. Firmenkunden zahlen 480 Euro netto. In diesem Preis ist die Technik, die Bodenvorbereitung, das Saatgut sowie dessen Setzung, die Ernte und die Bodennachbereitung enthalten. Wöchentlich können die Pflanzen mit bis zu 200 Litern Wasser versorgt werden. Die Ernteerträge bei den Abholstationen in Berlin Schöneberg oder Prenzlauer Berg abgeholt werden. Eine Lieferung ist ebenfalls möglich, die Kosten variieren aber je nach Wohnort. Falls einmal zu viel Ernte anfällt, gibt es die Möglichkeit, das Gemüse mit anderen Nutzern zu tauschen oder es an soziale Einrichtungen zu spenden.

 

IP-Garten verpflichtet sich zur Gemeinwohl-Ökonomie

Der IP-Garten ermöglicht mit dieser spielerischen Idee eine transparente und gesunde Lebensmittelherstellung, fernab vom Massenkonsum. Es wird Großstädtern die Möglichkeit gegeben, ihren eigenen Garten zu bewirtschaften, auch wenn sie selbst nicht genug Platz dafür haben. Auch Kinder können so spielerisch lernen, wo Lebensmittel herkommen. Solltet ihr Interesse haben, euren eigenen IP-Garten zu bewirtschaften, dann könnt ihr euer eigenes Beet hier bei uns auf dem Marktplatz erwerben.