Finanzwende - Den nächsten Crash verhindernWir freuen uns und bedanken uns recht herzlich dafür, das Buch zur Finanzwende in Zusammenarbeit mit dessen Autoren versandkostenfrei anbieten zu können.

Worum geht es bei der Finanzwende?

Die Gefahr einer neuen Finanzkrise ist real und das Finanzsystem nicht stabil. Auch die begrenzten Stärkungen der Finanzmarktregulierungen in den letzten Jahren haben dies nicht grundlegend ändern können. Nicht nur Lobbyverbände, sondern auch immer mehr Regierungen und Politiker in Europa geben einer neuen Deregulierung bei Banken und Versicherungen das Wort. Die Autoren sind daher der Meinung: Wenn der Staat noch einmal Milliarden für die Rettung der Banken ausgeben müsste, anstatt etwa die Schulen unserer Kinder zu sanieren, dann triumphieren demnächst auch in Deutschland die Populisten.

Eine Rolle rückwärts bei der Bankenregulierung ist inakzeptabel, auch wenn diese laut Finanzmarktlobby den bitter nötigen Aufschwung in Europa verhindert. Es ist jedoch vielmehr so, dass die Banken in Liquidität schwimmen und händeringend versuchen, Kredite an den Menschen zu bringen. Was fehlt ist die Kreditnachfrage: Häuslebauer, Regierungen und Unternehmen scheuen Investitionen.

Deregulierung der Finanzmärkte ist folglich das falsche Instrument, um die Wirtschaft in Europa wieder in Gang zu bringen. Jedoch muss zuallererst das derzeit bestehende Regulierungsdickicht gelichtet werden. Das Motto lautet: weniger, einfachere, aber härtere Regeln anstatt unzähliger komplexer Detailvorschriften. Das Buch „Finanzwende – Den nächsten Crash verhindern“ ist voll von Vorschlägen, wie solche Regeln aussehen könnten: von Eigenkapital über Liquidität zu Banktesta­menten und von Banken über Schattenbanken zu Versicherungen.

Dabei werden die Finanzmärkte nur mit Regulierung aber nicht krisenfester. Es ist zu viel Kapital im Markt, das verzweifelt nach rentablen Anlagemöglichkeiten sucht, weshalb die Niedrigzinspolitik der EZB als ambivalent eingestuft wird. Zwar helfen die niedrigen Zinsen hochverschuldeten Unternehmen, Haushalten und Staaten und stabilisieren so die Wirtschaft – eine Notenbank muss aber auch handeln, um ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren.

In den USA und Großbritannien – wo die meisten Menschen in Eigenheimen leben – wirken die niedrigen Zinsen unmittelbar auf das verfügbare Einkommen der Haushalte. Aufgrund variabler Zinsen für ihre Hypothekendarlehen wirkt eine Zinssenkung dort wie eine deutliche Reduzierung ihrer Miete. In Europa hingegen gibt es diesen positiven Effekt kaum. Stattdessen werden Vermögenspreise inflationiert, das Geschäftsmodell der meisten soliden Banken und Versicherungen gerät in Not und viele Menschen müssen aufgrund der niedrigen Zinsen mehr sparen, um ihre Altersvorsorge nicht zu gefährden.

Wie die Wende in der Finanzwelt einläuten?

Mit Geldpolitik ließe sich dieses Problem nur lösen, wenn die Notenbank ihr Geld tatsächlich an die Haushalte verteilen könnte. Während viele Ökonomen für eine solche Maßnahme plädieren, wird in diesem Buch ein Green New Deal genanntes großes Investitionsprogramm gefordert, um Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. Dabei geht es zum Teil um staatliche Investitionen: zum Beispiel europäische Energienetze für Erneuerbare Energien, vernünftige Schienenverbindungen zwischen den Staaten oder schnelles Internet. Wenn mit einem „Europäischen Steuerpakt“ gezielt Steuerhinterziehung und internationales Steuerdumping bekämpft sowie sehr hohe Vermögen besteuert werden, können die nötigen öffentlichen Investitionen finanziert werden.

Noch wichtiger aber sind private Investitionen. Wenn mit Klimaschutz und ökologischem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft endlich ernst gemacht werden soll, müssen auch Unternehmen sehr viel investieren. Dann werden sich Investitionen und Sparleistung wieder ausgleichen, dann endet der deflationäre Druck und dann geht der Zins auch wieder nach oben.

Starke Finanzmärkte und ökologischer Umbau der Gesellschaft bedingen sich also gegenseitig: Starke Finanzmärkte sind nötig, um den ökologischen Umbau zu finanzieren. Der ökologische Umbau ist notwendig, damit es wieder mehr Kreditnachfrage gibt und die Banken mit den Ersparnissen ihrer Kunden nicht mehr hauptsächlich Spekulationsblasen befeuern, sondern sinnvolle Zukunftsinvestitionen finanzieren. Denn das Projekt einer ökologischen und sozialen Modernisierung der Wirtschaft bedeutet nichts anderes als ein Programm für nachhaltige Investitionen – wie in diesem Buch beschrieben.

Wer sind die Autoren?

Die Autoren von "Die Finanzwende"

  • Sven Giegold: Mitglied der Grünen-Fraktion im Europaparlament & Sprecher der Europagruppe GRÜNE
  • Udo Philipp: Grünen-Politiker & Aufsichtsrat für die Triodos-Nachhaltigkeitsbank
  • Dr. Gerhard Schick: Finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

 

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