Hose runter – Fairnopoly und das Gemeinwohl

Konsequente Fairness ist ein hoher Anspruch, der uns leitet und motiviert. Über 1000 Genossenschaftsmitglieder unterstützen uns bisher aus der Überzeugung heraus, dass Fairnopoly eine echte faire Alternative und einen Beitrag zum Aufbau einer gerechteren Wirtschaft sein kann.

Im letzten Blogbeitrag haben wir bereits angekündigt, dass wir die ersten Schritte in Richtung einer besseren Überprüfbarkeit der Fairness bei Fairnopoly gehen wollen. Damit möchten wir sowohl unseren Ansprüchen als auch den Ansprüchen unserer Unterstützer*innen gerecht werden. Zu diesem Zweck stellen wir in den kommenden Monaten die Gemeinwohlorientierung von Fairnopoly auf den Prüfstand. Mithilfe der Analysewerkzeuge der Gemeinwohl-Ökonomie möchten wir transparent machen, wie weit wir auf dem Weg zu einem konsequent fairen Unternehmen gekommen sind. Bestehende Baustellen möchten wir dadurch identifizieren, um so besser an ihnen arbeiten zu können.

Die Gemeinwohl-Ökonomie

Seit 2010 fordert die Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) eine Umdefinition von Unternehmenserfolg. Neben wirtschaftlichen Faktoren sollen Unternehmen systematisch und umfassend anhand von ökologischen und sozialen Kriterien bewertet werden. Durch das Erstellen einer Gemeinwohl-Bilanz machen Unternehmen ihre sozialen und ökologischen Wirkungen und Auswirkungen überprüfbar und transparent. Langfristiges Ziel der GWÖ ist ein gemeinwohlorienties Wirtschaftssystem. Bisher unterstützen über 1400 Unternehmen die GWÖ.

Wie konsequent fair sind wir in unserer Interaktion mit unterschiedlichen Gruppen und Menschen und in unseren diversen Arbeitstätigkeiten? Die Gemeinwohlmatrix bietet uns zur Beantwortung dieser Frage ein umfassendes Analyseraster.

GWÖ Matrix

Für die unterschiedlichen Anspruchsgruppen von Fairnopoly wie beispielsweise Mitarbeiter*innen, Kund*innen, sowie die breitere Gesellschaft werden wir unser Handeln hinsichtlich gemeinwohlorientierter Werte wie Menschenwürde, sozialer Gerechtigkeit, Solidarität, Mitbestimmung und Transparenz überprüfen. Dazu werden wir die GWÖ-Werkzeuge in den kommenden Wochen und Monaten Schritt für Schritt nutzen und gleichzeitig die Schritte selbst an Euch kommunizieren:

 

 

Unsere weitere Vorgehensweise

  • Durch team-intern organisierte Dialogrunden und eine Mitarbeiter*innenbefragung werden wir Fairnopoly aus unserer eigenen Perspektive anhand der GWÖ Matrix analysieren (Selbstanalyse).
  • Über den Blog werden wir den Prozess der Selbstanalyse der Öffentlichkeit gegenüber transparent machen. So möchten wir unsere Einschätzungen mit Euch teilen und sie zur Diskussion stellen. Durch die Veröffentlichung unseres internen Prozesses möchten wir die GWÖ als Instrument für Euch nachvollziehbar machen und auch andere Organisationen dazu einladen, sich mit der GWÖ auseinander zu setzen.
  • Durch das Verfassen eines GWÖ-Einstiegsberichts fassen wir unsere Einschätzungen und Eure Diskussionsbeiträge zusammen.
  • Aufbauend auf diese ersten Schritte möchten wir im Laufe des nächsten Jahres eine komplette GWÖ-Bilanz erstellen.

In unserer ersten Dialogrunde haben wir uns bereits mit der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen bei Fairnopoly beschäftigt. Wir freuen uns darauf, die Ergebnisse unserer ersten Selbsteinschätzung bald mit Euch zu teilen, sowie auf Eure Fragen, Rückmeldungen und Beiträge bezüglich der GWÖ.