Fairmondo

Wir haben uns entschieden: Fairnopoly heißt jetzt Fairmondo.

Dahinter steckt eine längere Geschichte, die wir gerne kurz erzählen:

Es begann mit einem Brief von einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei. Der US-Spielwarenkonzern Hasbro Inc., Eigentümer der Marke „Monopoly“, forderte uns auf, unseren Namen „Fairnopoly“ aufzugeben. Für uns war sofort klar, wir lassen uns nicht einschüchtern, geschweige denn unseren Namen verbieten.
Nach Gesprächen mit unserem Anwalt und mehreren Rechtsberatern stand für uns auch weiterhin fest, dass wir voll im Recht zur Verwendung unseres Namens waren. Denn der Name Fairnopoly richtet sich nicht gegen das Spiel Monopoly. Er steht für die Kritik an einer Wirtschaft, die nach dem Prinzip funktioniert: Auf Kosten anderer möglichst viel Geld anhäufen. Wir wollen eine Wirtschaft, die nach den Prinzipien von Fairness und Kooperation funktioniert. Unsere Genossenschaft steht weiterhin uneingeschränkt für diese Überzeugung.

Nach einiger Korrespondenz zwischen den Anwälten wurde uns klar: Auf diese Weise möchten wir mit niemandem kommunizieren. Also riefen wir bei Hasbro an. Es stellte sich heraus, dass man dort durchaus bereit war, mit uns zu reden. Wir fuhren in die Zentrale von Hasbro Deutschland – für ein unerwartet freundliches Gespräch. Plötzlich war es nicht mehr das Szenario, „böser Weltkonzern bedroht kleine Genossenschaft“. Vielmehr saßen nun mehrere Menschen gemeinsam am Tisch, um eine Lösung dafür zu finden, verschiedene Perspektiven miteinander vereinbar zu machen. Eine freundliche Einigung ohne Rechtsstreit war nur noch eine Sache der Aushandlung von Details. Wir danken Hasbro für den fairen Umgang in diesen Gesprächen.

Dennoch war die Zeit für uns sehr, sehr anstrengend. Schon das Wissen um einen potentiellen Rechtsstreit und die damit verbundene Sorge, jedes Wort könnte einmal gegen uns verwendet werden, war eine große Belastung. Hinzu kam, dass dies auch stark auf unsere Außenwirkung ausstrahlte, da viele den Konflikt als einen zusätzlichen Risikofaktor wahrnahmen. Das war eigentlich nicht zu rechtfertigen, angesichts der vielen anderen Herausforderungen, vor denen wir standen und stehen.

Zugleich hatte die Geschichte bei uns längst Reflektionsprozesse ausgelöst. Unser Projekt ist von Anfang international ausgelegt. Selbst wenn wir uns hier in Deutschland einigen, bliebe ungewiss, was passiert, wenn wir die internationale Bekanntheit erreichen, die wir anstreben. Auch hatten wir den Namen Fairnopoly zwar lieb gewonnen und zusammen mit dem Slogan vermittelte er schön klar unsere Zielsetzung: Das auf Scheuklappen-Egoismus basierende Spiel unserer Wirtschaft umdrehen. Doch er legte den Schwerpunkt auf die Abgrenzung, nicht auf das Positive, das wir erreichen möchten.

Mehr und mehr wurde uns klar, dass wir einen neuen Namen möchten, der die positive Vision vermittelt. Und die Chance für eine Änderung lag vor uns.

Also legten wir los: Im Juni 2014 tagte unsere erste Online-Generalversammlung. Bei über 1700 Mitgliedern war das bereits keine kleine Herausforderung. In dieser Versammlung stellten wir drei Vorschläge für einen neuen Namen zur Abstimmung. Zuvor hatten wir unsere Mitglieder gebeten, eigene Vorschläge einzureichen. Am Ende stimmte die Generalversammlung mit einer überwältigenden Mehrheit von 85% für unseren neuen Namen: Fairmondo.

Damit haben wir einen Namen, der die größere Vision verkündet: Mondo bedeutet „Welt“ auf Italienisch und Esperanto. Mit Fairmondo möchten wir einen Raum schaffen, in dem Wirtschaft auf faire Weise funktioniert. Je mehr Menschen an diesem Raum teilnehmen, desto mehr schaffen wir gemeinsam eine eigene, fairere Welt. Als Genossenschaft 2.0 gehört diese Welt uns allen, sie ist offen für alle und kann von niemandem gekauft werden.

Der Namenswechsel passt auch zum nächsten Schritt in der Strategie: Fairmondo richtet sich von jetzt an an eine breitere Zielgruppe: Die regelmäßigen Online-Käufer*innen mit Gewissen. In den letzten anderthalb Jahren konnten wir Dank der großartigen Unterstützung unserer Community die Entwicklung unseres Marktplatzes voranbringen und hunderttausende spannender Produkte auf ihm sammeln. Nun ist er bereit für größere Nutzerzahlen.

Selten war es so leicht, einer faireren Welt beizutragen. Nicht alleine durch Spenden, sondern durch die Nutzung eines Unternehmens, das nach fairen Prinzipien funktioniert. Wir freuen uns, dass faires Handeln im Internet nun einen schönen Namen hat: Fairmondo.

Schon durch Deine Registrierung kannst auch Du zu Fairmondos Erfolg beitragen:

 

 

Folgende Unternehmen und Menschen haben unsere Umbenennung als Namenspat*innen via Startnext unterstützt.

Florian Fischer – Solar Profi OHG
Christine Jung
Raik-Michael Meinshausen
Markus Danieli – Ecobookstore
Franziska Köller – Mehrwert
Ilias Kamouzis – Audioconnexion
Timo Büdenbender- Kiwigarten
René Jahn – Fairwalter
Paul Bernsdorf – DENK.MAL Clothing
Van Bo Le-Mentzel
Bianca Oettlin
Gekko Getränke- und Handelskollektiv OHG
Tony Katz
Ralf Liesendahl
Andreas Lieberum
Marco Fritschi
Christopher Ulrich –
Nina Dietzel
Daniel Weber
Stefan Bielkin –
Peter Gerhardinger
Elfriede Hofmann
Imke Brunzema
Andreas Owtscharenko
Hraban Ramm
Niko Schotte
Jonas Schönauer
Marco Fritschi
Krzysztof Milczarek – Greenferno
Valentin Bachem
Alexander Goldstein
Martin Näwig
Rene Bacher
Daniel Schlingelhof
Ringo Leese
Konstantin Koss
Tobias Lachmann
Oliver Schellhammer
Thomas Kohlfürst
Manfred Eberle
Matthias Bertler
Robin Stock
Simon Mayer
Marc Heintz
Markus Hohmann
Sebastian Wellner
Anna Schmalz
Martin Drees
Michael Conzelmann
Michael Schröder
Leonie Kock
Frederik Kammerer
Almut Pflüger –

 

Unterstützung gefragt

Wir brauchen weitere Unterstützung für unsere Umbenennungskampagne. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten: Mehr erfahren