Nach über zwei Monaten schwieriger Verhandlungen beschloss die Große Koalition am 27. November einen umfangreichen Koalitionsvertrag. Teil dieses Vertrages ist die Unterstützung von Existenzgründer*innen und Genossenschaften sowie die rechtliche Rahmensetzung alternativer Finanzierungsformen für Start-ups. Damit stehen Themen auf der politischen Agenda Deutschlands, welche direkt ins Herz des Fairnopoly-Modells gehen.

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Fairnopoly ist eine Genossenschaft, die mit Hilfe von Crowdfunding bisher mehr als 1.000 Genossenschaftsmitglieder gewinnen konnte und auch aktuell versucht über Crowdfunding die Finanzierung für 2014 sicherzustellen. Wir sind somit Vorreiter jener Ideen, die jetzt in den Köpfen von SPD und CDU angekommen sind. Die 12 Gründer*innen von Fairnopoly haben im Dezember des vergangenen Jahres erkannt, welche Möglichkeiten sich im Bereich des Crowdfundings für Genossenschaften auftun. Allein durch die Gründung der Fairnopoly eG, im Jahr der Genossenschaften 2012, haben wir diese Unternehmensform wieder in den Fokus junger Unternehmen gerückt. Und seit unserer eigenen Gründung haben sich erfreulicherweise bereits weitere Genossenschaften nach dem Modell der Fairnopoly eG gegründet. Des Weiteren baut die eG gerade aktiv mit anderen interessierten Genossenschaftler*innen ein Genossenschaftsnetzwerk auf, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Unternehmensform der Genossenschaft stärker zu etablieren und einen Austausch zwischen den einzelnen Genossenschaften zu fördern.

Ein weiterer wichtiger Kernpunkt, der in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde, ist die Förderung von Open-Source Technologien. Die zukünftige schwarz-rote Koalition hat offensichtlich, wie Fairnopoly, erkannt, dass hier ein großes Innovationspotential besteht.

Wir sehen die Verankerung dieser Kernpunkte als große Chance für Deutschland an. Eine bessere und rechtlich sichere Einbindung von Crowdfunding in den Gründungsprozess von Start-ups kann einen neuen Entwicklungssprung in Deutschland auslösen.